Betreutes Wohnen 14+

Historischer Abriss

Durch unterschiedliche Entwicklungsprozesse von Jugendlichen in der Nachbetreuung eines Langzeittörns waren wir schon in den 80er-Jahren damit konfrontiert, individuelle Nachbetreuungskonzepte
zu erproben.
Die Form der ambulanten Einzelbetreuung durch MitarbeiterInnen die den gemeinsamen Betreuungsprozess (Langzeittörn) miterlebt hatten, stellte sich als eine erfolgreiche Variante der Nachbetreuung heraus.
Durch das Know-how innerhalb der Organisation war es später auch möglich, mit MitarbeiterInnen die keinen gemeinsamen Betreuungsprozess (Langzeittörn) mitgestaltet haben, eine gelingende Betreuungsarbeit zu leisten. Seit 1997 gibt es für die Individualbetreuung eine eigene Verantwortlichkeit.

 

Strategische Ziele

Yougendwohnbegleitung versucht junge Menschen in ihrer Persönlichkeitsentwicklung ganzheitlich zu fördern und dazu
beizutragen, sie zu eigenverantwortliche gemeinschaftsfähigen Persönlichkeiten zu ermächtigen.
Yougendwohnbegleitung verfolgt das Ziel, eine weitere Ausgrenzung der Jugendlichen aus alltäglichen und
gesellschaftlichen Lebenszusammenhängen zu verhindern sowie die Eingliederung in das Erwerbs- und Gesellschaftsleben zu ermöglichen.

Yougendwohnbegleitung verfolgt das Ziel einer langfristigen Existenzsicherung. Diese wird insbesondere durch die Unterstützung in den Bereichen Wohnen, Arbeit, Ausbildung und psychosoziale Gesundheit gefördert.
Yougendwohnbegleitung erarbeitet mit den Jugendlichen individuelle Betreuungsziele. Diese werden in den Betreuungsplanungen mit den einzelnen Jugendlichen formuliert und immer wieder auf ihre
Erreichbarkeit und deren Erreichung hin überprüft.

 

 

Zielgruppe

Verhaltensauffälligkeiten und Sozialisationsdefizite, oftmals einhergehend mit einer Schulverweigerung sowie teilweiser oder gänzlicher Arbeitsunfähigkeit, als Ausdruck fehlgeschlagener Persönlichkeitsentwicklung, sind die Hauptmerkmale unserer Klientel. Hierbei handelt es sich konkret oftmals um Jugendliche mit Suchtgefährdung, Ablösungskonflikten und Störungen des Sozialverhaltens wie aggressives Verhalten, Missachtung sozialer Normen, Regeln und Verpflichtungen.
Die Klientel setzt sich aus weiblichen und männlichen Jugendlichen zusammen, wobei das Mindestalter 14 Jahre beträgt . Die Unterbringung endet mit Wegfall des gesetzlichen Anspruches auf Unterbringung durch die
Jungendwohlfahrtsbehörde – im Regelfall somit bis zur Vollendung des 18. bzw. in Ausnahmefällen bis zur Vollendung des 21. Lebensjahres.

Die Zuweisung der Jugendlichen erfolgt über die zuständige Jugendwohlfahrtsbehörde. In Ausnahmefällen können auch andere Institutionen, wie z. B. das Sozialamt, eine Begleitung initiieren.