Turn around Team

 

Skipper, Betreuer und Kinder auf hoher See am Schiff Noah. Das Turn Around Team besegelt in Törns mit zu betreuenden Kindern die Meere. Dazu gehört die Vorbereitung und Wiedereingliederung der Kinder.


TaT dient als eigenes Angebot im AKs Noah als Durchgangs- und Übergangsprojekt.

TaT: bedeutet “Turn around Team”, eine neue Wortkreation für Auszeit-Kinder, Aus/Einsteigerkinder, Krisen oder Erlebnispädagogik. Uns schienen die oben stehenden Worte schon zu abgenützt. Es ging uns darum den Kindern und deren Betreuungspersonen einen “Turn around” zu ermöglichen.



Wir arbeiten mit Kids (Kinder die eventuell im Wiener Fachjargon als: “sozialtherapeutische Kinder“ bezeichnet werden könnten) deren schwierigste Lern- und Entwicklungshürde oftmals eine sehr komplexe Bindungsstörung darstellt.


In den verschiedenen Entwicklungsphasen einer professionellen Fremdunterbringung stellt manchmal der Turnusbetrieb (zu viele wechselnde Bezugspersonen) eine Überforderung der Kinder und Jugendlichen dar, und es kommt zu chronischen Krisen (Entwicklungsstillstand und/oder Rückschritt) und zu Abbrüchen der Beziehung.

Wir decken mit diesem Spezialsetting „Schiff“– andere Möglichkeiten der

  • Nähe/Distanzregulierung
  • Reduktion von Komplexität
  • Kontinuierliche Bezugspräsenz
  • Bedarf an Auszeit
  • Neuorientierung & Stabilisierung,  
  • Ausbalancierung der laufenden Betreuungsprozesse und individuellen  
  • Reifungsschritte ab;

um der Verantwortung einer verbindlicheren Begleitung der uns anvertrauten Kinder und Jugendlichen gerechter werden zu können.


Internes Ziel von TaT ist die Gestaltung von Durch- und Übergangsprozessen bei Kindern die in turnusgeführten, stationären Wohngruppen nicht bedürfnisgerecht genug begleitet werden können.

Bei einigen zeigt sich eine massive Schulbesuchverweigerung als Hauptursache des regulären Verbleibs in einer stationären Wohngruppe, daraus folend, die Überforderung der Gruppendynamik bei 8er Gruppen.

Die Überforderung des Spannungsfeldes Herkunftsfamilie, Stieffamilie und Wohngruppe, oder der übergroße Einfluss von Cliquen mit einer kriminellen Identitätskultur…

Diese Betreuungsstruktur soll eine Distanz herbeiführen und bietet eine individuell überlegte Auszeit mit maßgeschneiderten pädagogischen Schwerpunkten.  Das kann über schulische Förderung außerhalb des Regelschulbetriebs, längere stabile Bezugskontinuität (mehrmonatige Auseinander/Zueinandersetzung mit konstanten Ansprechpersonen), kleinere Gruppengröße, veränderte Alltagssachzwänge, entschleunigtes Tempo der Alltagsanforderungen oder Erhöhung der Anforderungen,usw. gesteuert werden.

Nach erfolgreicher Stabilisierung und Orientierung ist eine „Rückführung“ in die reguläre Betreuung des AKs Noah vorgesehen.


Bei externen Anfragen bietet TaT die Möglichkeit „bindungslose“ Kinder auf den Alltag in einem stationären Setting ( Wohngruppe ) behutsam und stufenweise vorzubereiten. Das Einüben und Nachholen von Triangulierungsprozessen ist ein wesentlicher Baustein um Gruppenleben in einer Wohngruppe positiv nützen zu können.

Bei älteren Jugendlichen wird es die Möglichkeit von Bewährungsschritten und „echten“ Herausforderungen zur Lebensbewältigung geben.


Leitung: Mag.a  Nicole Ortner
n.ortner@noah.at