Psychologie

 

Der Fachbereich Psychologie innerhalb des AKs Noah umfasst derzeit folgende Bereiche:

 
Klientenbezogen
Diagnostik, Einzeltherapie, aufsuchende Tätigkeit, Projektarbeit, Kreative Psychologie
 
Team
Coaching, Intervision, Fallarbeit

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Im AKs Noah begleiten wir Kinder und Jugendliche @High Risk, die oft diagnostizierte psychische Störungsbilder vorweisen können und demnach auch ein spezieller Umgang notwendig ist, der auch klassische psychopädagogische Strategien und Maßahmen erfordert.

 

„Unsere Kids“ haben besondere Bedürfnisse und wir müssen hier individuell, flexibel und störungsspezifisch agieren und unsere Strukturen anpassen und nicht die Kids in Strukturen pressen.

 

 

Im Klartext:

Nein ich sitze nicht in einem sterilen Kammerl und warte auf Kids die zum Termin erscheinen und dann konzentriert Fragebögen beantworten und mir Fragen über sie und ihre Familie bereitwillig beantworten. Nein, dass ist bei @High Risk nicht die Realität.
Ich begegne den Kids dort wo sie sich sicher fühlen, in ihrem Revier, dann und solange wie es für sie aushaltbar ist. Ich fahre also in die WGs um sie anzutreffen, mache mit ihnen Ausflüge, Projekte in der Natur, Biografiearbeit mit der Kamera, kreatives Gestalten zu ihren Themen und vieles mehr.

 

Es muss nicht immer geredet werden, es muss nicht immer alles beantwortet werden! Es ist eine Entwicklung miteinander vor allem da es diese Form der aufsuchenden Psychologin innerhalb eines Vereins in der Form noch nicht gibt. Ein Prozess mit einem besonderem Klientel, denn oft scheitert Therapie und Psychologische Beratung daran, dass diese Kids „keinen Bock“ haben zu jemanden zu gehen den sie nicht kennen und der „komische Fragen“ stellt.
Mich kennen sie, denn ich sitze plötzlich in ihrer WG am Esstisch, bringe sie zum Erlebnispädagogischen Projekt, gehe mit ihnen mal Frühstücken, begleite sie zum Bewährungshelfer oder bringe einen warmen Kakao wenn sie krank im Bett liegen. Ich bin also keine Fremde innerhalb des Vereins und knüpfe locker ohne Druck den Erstkontakt.

 

Ich bin auch für die multiprofessionelle Vernetzung mit Krankenhäusern, Psychiatrie usw. zuständig, komme als Mediator für den Klienten ins Betreuerteam, biete den Kids einen Rahmen mit Schweigepflicht wo sie sich einfach mal „auslassen“ dürfen über alles was sie nervt und verletzt und ihrem Kopf rumspukt.

 

Ich glaube daran, dass psychologische Arbeit in unserem Bereich nicht isoliert stattfinden kann sondern nur im Austausch mit dem gesamten System.

 

Gerade bei Kindern und Jugendlichen mit schweren emotionalen Belastungen und einschneidenden traumatisierenden Lebensereignissen braucht es einerseits für die Kids als auch das System der Betreuer besondere Maßnahmen. Ein Teilbereich ist also auch MitarbeiterInnen in der Arbeit mit speziellen Kids in Form von Fallanalysen, Coaching usw. zu unterstützen.

 

Generell heißt aufsuchende Psychologische Tätigkeit beim AKs Noah die Bereitschaft den gewohnten Trampelpfad zu verlassen und auf Kids und Betreuer zuzugehen, mit vielleicht manchmal sehr seltsam anmutenden Verfahren. Aber genau dieses „Andere“ macht Neugierde auf beiden Seiten und schafft eine Beziehung die ich aus herkömmlichen psychologischen Tätigkeiten so nicht kenne. Denn wo gibt es sonst Psychologen die mit ihrem Klienten Kanufahren gehen, den Fragebogen im Kaffeehaus ausfüllen, auch beim 3. abgesagten Termin sich noch freuen wenn der 4. Termin klappt, mit den Klienten und deren Freunden Zeit verbringt oder zum Klienten in den Park fährt wo er gerade anzutreffen ist.
Mag. rer. nat.  Kozak Tanja
Klinische & Gesundheitspsychologin im AKsNoah