Logbuch Noah 2009-15

Aufbruch zur 20. Segelreise – September 2015

www.tips.at – Total Regional


Yachtrevue – Wegweiser im Sturm – ein Therapieprojekt – Die Noah

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Auf der Gaffelketsch Noah sollen Kinder, denen das Leben übel mitgespielt hat, eine neue Form von Selbstbestimmung lernen.


Aushilfe auf der Noah – November 2013

Hallo,
zuerst einmal DANKE das ich auf die Noah fahren durfte um mit den Kids, während der Praxisreflexion, Zeit zu verbringen. Das Sein dort hat mich sehr fasziniert. Angefangen bei den tollen Kids, über das phänomenale Piratenboot, über das tolle Team vor Ort und natürlich auch die wunderschöne Umgebung.
Ich hatte drei wirklich tolle intensive Tage und habe in meiner Koje geschlafen wie ein Baby umgeben von dem super guten modrigen Holzduft des Schiffes. Die Kids habe ich auch ganz anders wahrgenommen als ich es kenne. Sie haben mitgeholfen, waren interessiert an meiner Person und wir hatten viel Spaß in der Zeit. Ich fand es immer super schön zu sehen wenn sie sich Abends in ihre Höhlen (Kojen) zurückzogen. Anfänglich waren sie gut distanziert und nach zwei Tagen beschnuppern wurde die Distanz auf eine gesunde Art immer weniger.
Es würde mich (und sicherlich das Team und die Kids auch) sehr freuen wenn ihr mich, sofern es meine Arbeit beim Youwob F104, zulässt für Vertretungsdienste anheuert.

In diesem Sinne
Ahoi
Klaus


Wo ist die Noah? – Oktober 2012

Im Ta2, bis Ende Juli, lag die Noah lange Zeit in Portimao, in Portugal in der Algarve.
Im Sommer war sie dann mit verschiedensten MatrosInnen nach Lissabon aufgebrochen.
Ta3 stieg im September mit neuen Kids und zum Teil neuen Betreuern an Bord und brachen Richtung
Mittelmeer auf. In der zweiten Schulphase ab Nov.2012 liegen sie im Spanischen Ayamonte.


Mit Ende dieses Monats geht ein viereinhalbjähriges Engagement für den Aks Noah von Hendrik zu Ende.
Seine „ Rückkehr“ zur Noah 2008 hat wesentlich dazu beigetragen, dass das Jugendschiff Noah wieder in Fahrt kommen konnte.
Hendrik hat als Mitarbeiter vom Törn 14, 2005/6 unserer vorherigen Trägerorganisation als Bezugsbetreuer miterlebt welche Lateralschäden Overheadentscheidungen auf Grund von Überforderung einer Leitungsperson bei den „ Klient-innen“ und Mitarbeiter-innen hervorrufen.

Wir wollen mit diesen Zeilen unseren Dank und Anerkennung der erbrachten Leistung Hendrik und seinem Team zum Ausdruck bringen.

Für den Aks Noah
Ein herzliches Dankeschön

Obfrau Petra Siegrist
Geschäftsführung Herbert Siegrist


Auf nach Sevilla – Dezember 2011
Hohe Wellen und der Winter kommt. Viele Tage der Schulzeit in Penichè sind vorüber und die Noah versucht bis zu Weihnachten in Sevilla anzukommen.


Juni 2011

Vom Norden stach die Noah im Herbst in See um bis zum Frühling in den Süden zu gelangen.

Ein harter Winter auf See konnte die Kids, Betreuer und Skipper nicht abhalten ihrem Ziel entgegen zu segeln.

Und so ist die Noah in wärmeren Gefilden gelandet.

Derzeit in Galizien, Spanien.

 


09.07.2010 15:27
Schön, dass die Noah wieder segelt.
Jetzt noch der zweite Mast und es kann wieder richtig losgehen.
Gleichzeitig muss viel Geld für die Reparaturen bezahlt werden.
Falls es Unterstützungsideen gibt freue ich mich über Hilfestellung.
Die Ferienzeit fordert die Mitarbeiter-innen besonders.
Ich habe Verständnis dafür, dass es für schuljahrmüde Mitarbeiter-innen nicht immer einfach ist die Zusatzbelastung einer Ferienaktivität auf sich zu nehmen.
Unser sich formierendes Tourn around Team ( TaT ) erprobt die ersten konzeptionellen Schritte und hat mit der Begleitung einzelner Kids begonnen.
Die aktuellen Eintragungen ins Gästebuch zeigen die lange Geschichte der Noah und ihrer Bewohner-innen.
Ich wünsche dem Aks Noah noch eine lange sinnvolle
Geschichtsschreibung.
Zum 20. Geburtstag des Noahfilms gönnen wir uns als Siegrists mit zwei kompletten Familien ehemaliger Jugendlicher aus dem Filmtörn eine Woche Noah zum Krafttanken für die nächsten Jahre in der bewegten sozialpädagogischen Landschaft.
einen sonnigen Sommer
Herbert und Petra

03.10.2009 12:07
Ich reiste nach Kiel, um an Bord der NOAH und beim ISSA-Shanty-Festival 2009 das Projekt: „Rettet die NOAH“ zu vertreten.
Im Zug nach Kiel habe ich dann erfahren durch welche Umstände, die NOAH verspätet (oder nicht) eintreffen wird (siehe Bericht im Gästebuch von Alexander Schoppe 23.09.09) . Während ich in Kiel-Holtenau auf Conny und Heiko (die Urheber und Initiatoren für das Shanty- Benefiz-Projekt : NOAH – Arche in Not) wartete, konnte ich die wunderschönen alten Traditions-Segelschiffe aus Deutschland und Holland betrachten und das rege Treiben der an Bord kommenden Chormitglieder beobachten – bald erklangen auch die ersten Shanty-Lieder.
Mit Conny und Heiko fand ich noch eine Koje beim Schweizer Mike auf dem NL Schiff Pegasus, zusammen mit den holländischen Chormitgliedern SHANTrYo und Ol´Hands sowie meinen Freunden aus Delfzijl Jan und Jack. Obwohl ich der holländischen Sprache nicht mächtig bin, war es wunderschön zwischen den Gesprächen die Lieder der Shantys an Bord zuhören und etwas mitzusingen – plötzlich wurde es in der Runde ganz Still, es fiel der Name Iwe; erst sprach Jan dann Jack und immer wieder hörte ich das Wort NOAH . – ich spürte es geht um tiefe Freundschaft und Verletzung; es erinnerte mich an ein Scheidungsszenario aus meiner Tätigkeit mit Kindern und ihren Eltern.
Da es der Wellengang nicht zuließ fuhren Montag mit dem Bus zum Konzert nach Heiligenhafen; mit Conny und dem Moderator Heiko bereiteten wir die Plakate und Folder zur „Rettung der NOAH“ vor, bei der Präsentation vor dem Publikum über das Projekt, mussten wir auch berichten, dass das Schiff derzeit (noch)nicht seetüchtig ist. Kurz vor Abschluss (23 h) konnten wir am 2. Tag in Heiligenhafen die Noah-Crew begrüßen.
Am folgenden Tag verließen uns die 3 Crewmitglieder und ich bezog mein Quartier auf der NOAH .
Die nächsten Tage waren „konzertfrei“ ; Jan und Jack übernahmen die Fahrt nach Marstal in Dänemark; mit Conny und Heiko an Bord der NOAH nahmen wir an der Aktion – BLACKFLAG zur Erhaltung der Traditionsschiffahrt teil, fuhren dann zurück nach Maasholm an der Schlei (D) um am Freitag gemeinsam mit den Traditionsschiffen in LABOE einlaufen zu können. Bei angenehmen Wetter erlebten wir eine schöne Zeit, viele neue interessante Eindrücke von Land und Leute; es wurde gesungen, es wurde diskutiert – die NOAH war immer Thema.
Nach einem herrlichen Sonnenuntergang beim Einlaufen in Maasholm hörten wir die Begrüßungsrufe von Judith, ihre Anwesenheit auf der NOAH verbreitete sich wie ein Sonnenschein. Wie bei den Shantyliedern war die Stimmung einmal hoch – dann wieder unten und so erlebten wir den Freitagmorgen, als der Notarzt Conny ins Spital brachte.
In LABOE erwarteten Menschenmassen das Einlaufen der Traditionsschiffe, über Lautsprecher wurden die einzelnen Schiffe kommentiert, bei herrlichem Wetter wurden wir mit Begeisterung aufs freundlichste begrüßt. Nachdem wir erfahren hatten, dass Conny am Weg der Besserung ist, wurde auch für uns die Stimmung immer besser, viele Leute besuchten zwischen den schönen Gesängen die NOAH, waren begeistert oder enttäuscht über den Zustand; nachdem einige Schiffszimmerleute uns versicherten, dass das Deck zu reparieren ist und es schade wäre, dieses auszutauschen, wuchs auch die Zuversicht unter den ISSA-Mitgliedern – die NOAH ist zu retten.
Hans Rodax der Präsident der ISSA und Organisator des SHANTY – Festivals 2009 leitete in seiner bewährten, exzellenten Art das Abschieds- und Dankesszenario ein.
Eine wunderschöne intensive Woche mit viel Freude und auch Leid, ein Prozess um die NOAH – mit einem gutem Ende, wie mir auch Hans Rodax versicherte: Die ISSA wird sich bemühen das Jugendschiff NOAH zu erhalten, es soll renoviert werden, damit die Tätigkeit für die Kinder und Jugendlichen weitergeführt werden kann.
Für die Rückreise nach Delfziejl „sprangen“ Astrid, Jens und Jürgen aus Laboe mit ins Boot, da sich Dagmar und Judith in Kiel verabschieden mussten. Mit dem Skipper Harald und dem „Schiffsjungen“ David waren wir nun wieder eine Crew von 6 Personen – bis Helgoland – wo uns Jürgen (der sich das Knie verletzte) wieder verließ. Das Wetter und die Wellen waren nicht für uns (ähnliche Bedingungen wie es Alexander im Gästebuch beschrieb), doch wir sind am Freitagnachmittag sicher in Delziejl gelandet.
Ein herzliches Dankeschön an meine guten „alten“ Freunde und die vielen neuen Freunde, die ich in dieser unvergesslichen Zeit kennenlernte.
Ich wünsche mir, dass Iwe, Jan u. Jack ihren Konflikt gut lösen, dass Harald wieder positiv denken lernt und die NOAH auch in Zukunft viele Kinder und Jugendliche rettet.
Heinz

28.07.2009 11:03
Die Noah ist seit einer Woche mit der ersten Jugendgruppe in diesem Jahr in der Nordsee unterwegs.
Nachdem sie den Winter über in Delfzijl am Arbeitssteg von Jan ihren Winterliegeplatz gefunden hatte kamen immer wieder einzelne Mitglieder der ISSA vorbei um Reparaturen am Schiff auszuführen. Es war ein hartes Stück Arbeit für alle die mitgeholfen haben die alte Dame wieder seeklar zu machen.
Unser Dank gebührt jenen, welche tatkräftig mit angepackt haben und auch den Chören der ISSA, welche Spenden für die benötigten Materialien gesammelt haben.
Für uns österreichische Landratten (Heinz, Marcel, Dagmar, Thomas, Gigi , Ulli und dem Skipper Harald, sowie Jürgen, Alfred und Klaus) war es eine große Hilfe unter der Anleitung von Iwe und Jan die noch erforderlichen restlichen Arbeiten durch zuführen. Die Noah erfüllt jetzt wieder alle Anforderungen von Germanisch Lloyd.Nur in Sachen Komfort, da wünschen wir uns alle noch ein bisserl mehr. Auch für die Kids und ihre Betreuer, die hoffentlich bald wieder auf Langzeittörn gehen.
Ein besonderes Erlebnis war für uns das Shantybenefizkonzert, welches in Oldenburg zu Gunsten der Noah gegeben wurde. Die meisten von uns waren ja „Shantyunerfahrene“ und erstaunt und begeistert über die Vielfalt der Interpretationsmöglichkeiten und die Authentizität der Shantys.
Danke an alle in den Niederlanden, Deutschland und natürlich auch in Österreich, die so tatkräftig mitgewirkt haben.Wie geht es weiter mit der Noah?
Bis Ende August werden Kinder und Jugendliche aus österreichischen Einrichtungen auf der Noah in der Nordsee eine Ferienaction erleben.
Von 22.- 26. August werden wir auf der DelfSail mit dabei sein.
Infos dazu findet ihr unter http://www.delfsail.nl
Anfang September werden wir in die Ostsee aufbrechen und am ISSA Shantyfestival 2009 teilnehmen.
Näheres dazu unter http://www.shanty.org
Ulrike Schmalz